Bereits in meinen Jugendjahren musste ich mich mit dem Organspenden befassen. Meine Schwester litt an der Stoffwechselkrankheit Cystische Fibrose und hat sich aufgrund ihres schlechten Gesundheitszustandes für eine Lungentransplantation entschieden, zu welcher es nicht kam. Sie starb im Alter von 20 Jahren.

Der Film „Die fehlende Lunge“ lebt von der Erzählung meines Schicksals und dem Austausch mit anderen Betroffenen. Ich begegne Menschen, die das gleiche erlebt haben wie ich: Ihre Geschwister sind alle im jungen Alter an Cystischer Fibrose gestorben. Gemeinsam erzählen wir vom Schmerz des Verlustes, von unserem Weg zurück ins Leben, von unseren Geschwistern, wie sie mit der Krankheit gelebt haben und wie sie vom Mangel an Organspenden betroffen waren.

Die Schweiz nimmt bei der Anzahl Organentnahmen bei verstorbenen Personen im europäischen Vergleich einen der hinteren Ränge ein.
Im Film versuchen wir herauszufinden, weshalb die Auseinandersetzung mit einer Organspenderkarte vielen Menschen Angst macht und gehen möglichen Vorurteilen nach.

Ich arbeite mit Profis zusammen. Ursula Biermann ist Wissenschaftsjournalistin und hilft mir mit ihrem Team bei Produktion, Dreharbeiten und Schnitt. Sie hat 30 Jahre Erfahrung in der Filmbranche und hat schon diverse Filme fürs deutsche Fernsehen (ard, arte, 3sat, dlf) geliefert.
„Die fehlende Lunge“ ist ein Film aus persönlichem Hintergrund zu einem relevanten und in der Schweiz zu wenig diskutierten Thema.